Farbe statt Worte

Farbe statt Worte

Bereits zahlreiche Künstler und mit Chevreul u. a. auch ein dem Chemiker und Farbtheoretiker im 19. Jahrhundert waren davon überzeugt, das man sich mit Farbe genauso ausdrücken kann wie mit jeder anderen Sprache auch – mit einem entscheidenden Unterschied: Die nonverbale Farbsprache ist weltweit gültig und verständlich. Auch der Begriff einer „Grammatik der Farben“ war weit verbreitet und wurde z. B. von Johannes Itten für seine theoretischen Überlegungen zur Farbe wieder aufgegriffen.

Im Manchester Color Wheel werden Farben bzw. deren Sprache von Wissenschaftlern dazu verwendet, um Emotionen zu bewerten. Patienten, die Probleme haben, sich präzise auszudrücken oder ihre Gefühle in Worte zu kleiden, wählen dabei eine Farbe aus, die Ihrem Gefühlszustand entspricht, womit Farben statt Worten als Hilfsmittel benutzt werden, um objektivierbare Aussagen zu erhalten.

Beim gerade vorgestellten Manchester Color Wheel werden Farben nun von Wissenschaftlern an der Universität von Manchester dazu verwendet, um Emotionen zu bewerten. Patienten, die Probleme haben, sich präzise auszudrücken oder ihre Gefühle in Worte zu kleiden, wählen dabei eine Farbe aus, die ihrem Gefühlszustand entspricht, womit bewusst Farben statt Worten als Hilfsmittel benutzt werden, um objektivierbare Aussagen zu erhalten. Die Forscher konnten in einer Studie bekräftigen, dass Farben tatsächlich von den meisten Menschen gleich wahrgenommen werden. So wurde Gelb als fröhlich und sonnig, Blau als nachdenklich und Braun als handfest und erdverbunden eingestuft.

Die Probanden sollten angeben, welche Farbe ihre Stimmung am besten wiedergibt, wobei sie aus einer Palette mit insgesamt 38 Farben (die sechs Primär- und Sekundärfarben mit Pink, Braun, die alle in je vier Nuancen vorkamen; hinzu kamen Schwarz, Weiß und vier verschiedene Grautöne) wählten. Die Bewertung des emotionalen Gehalts der Farben durch die Probanden wechselte dabei auch nach einer Vergleichsreihe einige Wochen später nicht. Zudem konnten die Forscher feststellen, dass depressive Menschen oder solche, die unter Angstzuständen leiden, Farben präferieren, die in früheren Befragungen als negativ eingestuft worden waren.

(Vgl. http://www.farbimpulse.de/artikel/titel/Gelbe_Froehlichkeit_und_graue_Trauer/0/524.html)

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  1. Susanna sagt:

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