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	<description>Farb- und Stilkonzepte</description>
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		<title>Blau als Köder</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 10:05:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabelle Wolf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Idee, Farbwirkungen als Kaufanreiz zu nutzen, ist nicht neu. Edle Rotweine suggerieren so bereits auf ihren farblich ausgeklügelten Etiketten sinnlichen Genuss und kultivierte Eleganz. Jede Farbe trägt eine inhärente Botschaft in sich, die auf das Produkt übergeht, von der es profitieren kann. Farbe wirkt dabei unmittelbarer als Worte, prägt sich besser ein, erschließt sich jedem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Idee, Farbwirkungen als Kaufanreiz zu nutzen, ist nicht neu. Edle Rotweine suggerieren so bereits auf ihren farblich ausgeklügelten Etiketten sinnlichen Genuss und kultivierte Eleganz. Jede Farbe trägt eine inhärente Botschaft in sich, die auf das Produkt übergeht, von der es profitieren kann. Farbe wirkt dabei unmittelbarer als Worte, prägt sich besser ein, erschließt sich jedem sofort und beeinflusst subtil. Von bestimmten Farben, insbesondere von Blautönen, geht sogar eine regelrechte Sogwirkung aus, die bereits von mehreren Firmen als Köder für ihre Kunden genutzt wurde, die deutlich häufiger zu in diesen Blautönen verpackten Produkten greifen.</p>
<p>Microsoft hat verschiedene Farbnuancen für die Werbelinks auf einer seiner Suchseiten testen lassen und will sich nun genau diese &#8220;Sogwirkung&#8221; von Blau zunutze machen. Denn wie zu erwarten klickten die Nutzer einen bestimmten Blauton deutlich häufiger an als andere Farben. Es ist ein intensiv leuchtendes, leicht rotstichiges Blau (Hexadezimal-Code #0044CC), von dessen Verwendung sich Microsoft zusätzliche Einnahmen von 80 bis 90 Millionen verspricht.</p>
<p>Mit einem ganz ähnlichen Blauton, den er sich sogar patentieren ließ, hat bereits der Künstler Yves Klein experimentiert: das IKB-Blue, ein intensives, sattes Ultramarin, das den Betrachter von Kleins meist großformatigen Bildern ebenfalls regelrecht in sich hineinsog.</p>
<p>Quelle: Spiegel Online</p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: small;"> </span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></span></p>
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		<title>Farbe statt Worte</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 19:18:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabelle Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits zahlreiche Künstler und mit Chevreul u. a. auch ein dem Chemiker und Farbtheoretiker im 19. Jahrhundert waren davon überzeugt, das man sich mit Farbe genauso ausdrücken kann wie mit jeder anderen Sprache auch – mit einem entscheidenden Unterschied: Die nonverbale Farbsprache ist weltweit gültig und verständlich. Auch der Begriff einer „Grammatik der Farben“ war weit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits zahlreiche Künstler und mit Chevreul u. a. auch ein dem Chemiker und Farbtheoretiker im 19. Jahrhundert waren davon überzeugt, das man sich mit Farbe genauso ausdrücken kann wie mit jeder anderen Sprache auch – mit einem entscheidenden Unterschied: Die nonverbale Farbsprache ist weltweit gültig und verständlich. Auch der Begriff einer „Grammatik der Farben“ war weit verbreitet und wurde z. B. von Johannes Itten für seine theoretischen Überlegungen zur Farbe wieder aufgegriffen.</p>
<p>Im <em>Manchester Color Wheel</em> werden Farben bzw. deren Sprache von Wissenschaftlern dazu verwendet, um Emotionen zu bewerten. Patienten, die Probleme haben, sich präzise auszudrücken oder ihre Gefühle in Worte zu kleiden, wählen dabei eine Farbe aus, die Ihrem Gefühlszustand entspricht, womit Farben statt Worten als Hilfsmittel benutzt werden, um objektivierbare Aussagen zu erhalten.</p>
<p>Beim gerade vorgestellten <em>Manchester Color Wheel</em> werden Farben nun von Wissenschaftlern an der Universität von Manchester dazu verwendet, um Emotionen zu bewerten. Patienten, die Probleme haben, sich präzise auszudrücken oder ihre Gefühle in Worte zu kleiden, wählen dabei eine Farbe aus, die ihrem Gefühlszustand entspricht, womit bewusst Farben statt Worten als Hilfsmittel benutzt werden, um objektivierbare Aussagen zu erhalten. Die Forscher konnten in einer Studie bekräftigen, dass Farben tatsächlich von den meisten Menschen gleich wahrgenommen werden. So wurde Gelb als fröhlich und sonnig, Blau als nachdenklich und Braun als handfest und erdverbunden eingestuft.</p>
<p>Die Probanden sollten angeben, welche Farbe ihre Stimmung am besten wiedergibt, wobei sie aus einer Palette mit insgesamt 38 Farben (die sechs Primär- und Sekundärfarben mit Pink, Braun, die alle in je vier Nuancen vorkamen; hinzu kamen Schwarz, Weiß und vier verschiedene Grautöne) wählten. Die Bewertung des emotionalen Gehalts der Farben durch die Probanden wechselte dabei auch nach einer Vergleichsreihe einige Wochen später nicht. Zudem konnten die Forscher feststellen, dass depressive Menschen oder solche, die unter Angstzuständen leiden, Farben präferieren, die in früheren Befragungen als negativ eingestuft worden waren.</p>
<p>(Vgl. <a href="http://www.farbimpulse.de/artikel/titel/Gelbe_Froehlichkeit_und_graue_Trauer/0/524.html">http://www.farbimpulse.de/artikel/titel/Gelbe_Froehlichkeit_und_graue_Trauer/0/524.html</a>)</p>
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		<title>Sehnsucht nach Licht, Ruhe und Natürlichkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 16:34:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabelle Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Trend zurück zu verhaltenen, ruhigen Farbgebungen, den man bereits in der Mode und auch bei den aktuellen Make-up-Farben beobachten konnte, bei denen die zuvor vorherrschenden kräftigen Töne von Magenta oder intensivem Violett pudrigem Rosé und fragilem Mauve Platz machten, kann man nun auch in der Inneneinrichtung beobachten. Man geht weg von unruhigen, harten Kontrasten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Trend zurück zu verhaltenen, ruhigen Farbgebungen, den man bereits in der Mode und auch bei den aktuellen Make-up-Farben beobachten konnte, bei denen die zuvor vorherrschenden kräftigen Töne von Magenta oder intensivem Violett pudrigem Rosé und fragilem Mauve Platz machten, kann man nun auch in der Inneneinrichtung beobachten. Man geht weg von unruhigen, harten Kontrasten in intensiven Farben und dem spannungsreichen Aufeinanderprallen von Gegensätzen, sondern die Innenräume spiegeln das Bedürfnis nach Ruhe und Harmonie wider mit reduzierten, Ton-in-Ton gehaltenen Farbgestaltungen, die den zarten Nuancierungen der Natur nachempfunden sind. Eintönig wirken diese jedoch nie durch ein geschicktes Spiel mit variierenden Strukturen, die die Monotonie subtil durchbrechen.</p>
<p>Um in der Raumgestaltung Ausgewogenheit und Harmonie zu erreichen, kann man, sollte einem die dezente Farbpalette von Mauve über Beige bis zu den klassischen Neutralen (Trend: &#8220;Zurück zur Natur&#8221;) nicht zusagen, auch auf sämtliche mittleren Grüntöne zurückgreifen, von deren ausgleichender, harmonisierender Wirkung bereits Goethe und Kandinsky überzeugt waren und die dieses Jahr ohnehin vor allem in der Mode sogar das (schon klassische) Rot ablösen könnten.</p>
<p>Bei den Materialien kann man in der Inneneinrichtung ebenfalls einen Trend zur Natürlichkeit feststellen und statt Lack oder Acryl unbehandelte, helle Hölzer und helles Wildleder finden &#8211; diese jedoch stets kombiniert mit einer zurückgenommenen, reduzierten Formensprache. Nicht mehr aktuell sind rustikale, dunkle Möbelstücke, die den Raum zudem durch ihre schiere Größe dominieren. Stattdessen verstärkt sich der Drang zum Weiß, das Helligkeit und Luft in die Räume bringt.</p>
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		<title>DIE Frühjahrsfarbe: Mauve</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 17:53:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabelle Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[DIE neue Frühlingsfarbe 2010 &#8230;
&#8230; ist kein junges, frisches Rosé und kein sorglos strahlendes Himmelblau, sondern ein nostalgischer Fliederton, über dem aber immer noch der letzte Grauschleier der kargen Wintertage zu liegen scheint: Mauve.
Genauso wie die Malvenblüten, von denen sich sein Name ableitet, wirkt Mauve auf seinem beständigen Balanceakt zwischen blassem Blau und pudrigem Violett [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>DIE neue Frühlingsfarbe 2010 &#8230;</h3>
<p>&#8230; ist kein junges, frisches Rosé und kein sorglos strahlendes Himmelblau, sondern ein nostalgischer Fliederton, über dem aber immer noch der letzte Grauschleier der kargen Wintertage zu liegen scheint: Mauve.</p>
<p>Genauso wie die Malvenblüten, von denen sich sein Name ableitet, wirkt Mauve auf seinem beständigen Balanceakt zwischen blassem Blau und pudrigem Violett fragil und delikat. Dabei haftet ihm jedoch auch immer etwas Apartes, Erwachsenes an, das eine ruhige Eleganz ausstrahlt.</p>
<p>Dieser sanfte, etwas müde Farbton vereint in sich die Zartheit von Rosa, ohne ins Süßliche abzugleiten, die romantische Anmut von Flieder und Lavendel und eine rauchige, leicht melancholische Komponente, der jedoch immer nur erahnt wird und das Sanfte der Nuance nie dominiert.</p>
<p>Gerade dieser Facettenreichtum, dieses nicht Greifbare ist es, was Mauve so faszinierend macht. Es ist auch einer der wenigen Farbtöne, die zugleich warm und kalt sein können.</p>
<p>Generell kann man gerade in diesem Frühjahr einen Trend zu pudrigen, zarten und sehr dezenten Tönen feststellen. Es scheint, als zeichne sich in den Make-up- und Mode-Kollektionen von beispielsweise CHANEL, STELLA McCARTNEY, MISSONI oder YVES SAINT LAURENT die Rückkehr zu einer subtilen, schlichten und auch mädchenhaften Eleganz ab.</p>
<p>Pudrig überhauchtes Mauve, zurückhaltendes Khaki, edles Rosenholz, elegantes Taupe und sanfte Creme- sowie Grau-Beigetöne  dominieren die Paletten in diesem Frühjahr, und die zarten, pastelligen Farben unterstreichen damit ideal die teils fragilen, teils  bewusst schlicht-eleganten Formen der neuen Mode.</p>
<p>Statt also bewusst fröhliche, sorglose Farben wie Türkis, Orange, Apricot, frisches Maigrün oder vielleicht sogar ein freches  Chartreuse zu präsentieren, geht der Trend zu diesen delikaten, aber auch erwachsenen, durch den leichten Grauschleier stets  etwas leicht melancholischen Farbtönen, die einen subtile, ruhige Eleganz ausstrahlen.</p>
<p>Auffallend bei diesem Trend ist auch der Wechsel von den mittlerweile allgegenwärtigen kräftigen Violett- und Lilanuancen in  Mode, Design oder Inneneinrichtung hin zu ihrer sublimierten Form, dem blasslilanen, ins Fliederfarbene abdriftenden Mauve, das nach seinem ersten Hoch im viktorianischen England lange in Vergessenheit geraten war, aber jetzt wieder entdeckt wird &#8230;</p>
<p>© Isabelle Wolf</p>
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		<title>Braun ist das neue Silber</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 18:44:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabelle Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; zumindest wenn es um Autolackierungen geht. Bis vor kurzem war Braun noch eine regelrechte &#8220;Tabufarbe&#8221;, es galt als langweilig, bieder oder im besten Fall als urig und rustikal. Doch gerade in diesen unsicheren Zeiten der Wirtschaftkrise scheint man sich auch der positiven Eigenschaften dieser lange Zeit verpönten Farbe zu entsinnen, die etwas ungemein Erdiges, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; zumindest wenn es um Autolackierungen geht. Bis vor kurzem war Braun noch eine regelrechte &#8220;Tabufarbe&#8221;, es galt als langweilig, bieder oder im besten Fall als urig und rustikal. Doch gerade in diesen unsicheren Zeiten der Wirtschaftkrise scheint man sich auch der positiven Eigenschaften dieser lange Zeit verpönten Farbe zu entsinnen, die etwas ungemein Erdiges, Warmes und Behagliches ausstrahlt. Braun haftet eine ruhige Sicherheit an, die zudem beständig und traditionell wirkt.</p>
<p>Genau diese Farbwirkung machen sich gerade die großen Autokonzerne zunutze, die ihre neuen Modelle auffallend oft in warmem, entspanntem Nussbraun oder in verhalten luxuriösem Kaffeebraun präsentieren, so geschehen z. B. beim neuen BMW X1. Genauso kann man das elegante A5-Cabrio von Audi nun nicht mehr in fast schon klassischem Silber oder elegantem Anthrazit, sondern in einem Teakbraun bewundern – einem maskulinen, jedoch gänzlich unprätentiösen Farbton, der, genau wie das Holz, das für den Namen Pate stand, eine solide, gediegene und beständige Aura ausstrahlt.</p>
<div><span style="font-family: Arial, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, fantasy; font-size: small;"><br />
</span></div>
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		<title>Neue Rubrik: Farbtrends</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 09:37:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabelle Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Rund ums Thema Farbe dürfen natürlich auch die neuesten Farbtrends in Mode und Design nicht fehlen! Zwei der schönsten Trends für 2010: Grün, das Rot als Akzentfarbe ablöst, und das fragile Mauve, das schon als die Nuance des Jahres gefeiert wird &#8230;
Klicken Sie rein unter &#8220;Farbtrends&#8221; &#8230;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 22px; margin-left: 0px; line-height: 19px; font: normal normal normal 10px/normal Verdana;"><span style="letter-spacing: 0px;">Rund ums Thema Farbe dürfen natürlich auch die <strong style="font-weight: bold;">neuesten Farbtrends in Mode und Design</strong> nicht fehlen! Zwei der schönsten <strong style="font-weight: bold;">Trends für 2010</strong>:<strong style="font-weight: bold;"> Grün</strong>, das Rot als Akzentfarbe ablöst, und das fragile <strong style="font-weight: bold;">Mauve</strong>, das schon als die Nuance des Jahres gefeiert wird &#8230;</span></p>
<p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 22px; margin-left: 0px; line-height: 19px; font: normal normal normal 10px/normal Verdana;"><span style="letter-spacing: 0px;">Klicken Sie rein unter &#8220;<em style="font-style: italic;">Farbtrends</em>&#8221; &#8230;</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tiefrot und voll sinnlicher Eleganz</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 17:10:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabelle Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Duft der Frauen – Femme von Rochas.
Es beginnt mit einem ungemein fruchtigen Auftakt, der Duft fast überreifer Pfirsiche, von der Sonne verwöhnter, praller Pflaumen und warmem Zimt mit einem Schuss Zitrone umschmeichelt die Nase, während süßer Jasmin und weibliche Rosen, weich-sinnliche Vanille und betörendes Ylang-Ylang langsam beginnen, ihre verführerische Magie zu weben. Sachte lässt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="letter-spacing: 0.0px;"><strong>Der Duft der Frauen – <em>Femme</em> von Rochas.</strong></span></h3>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 12.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">Es beginnt mit einem ungemein fruchtigen Auftakt, der Duft fast überreifer Pfirsiche, von der Sonne verwöhnter, praller Pflaumen und warmem Zimt mit einem Schuss Zitrone umschmeichelt die Nase, während süßer Jasmin und weibliche Rosen, weich-sinnliche Vanille und betörendes Ylang-Ylang langsam beginnen, ihre verführerische Magie zu weben. Sachte lässt sich der Duft auf einem Bett aus holzigem Amber und Sandelholz nieder, um die letzte, abschließende Liebkosung mit einem Tropfen Moschus auf hauchzartem Leder zu genießen. – Es ist unmöglich, sich diesem schweren, verführerischen und ungemein intimen Duft zu entziehen. Wollte man ihn in Farbe greifbar machen, müsste man zu elegant-luxuriösen, intensiven Bordeaux- und Mahagoninuancen greifen, immer wieder durchzogen von sinnlichem, tiefem Baccararot.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 12.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">Wie bei allen Chypreparfüms fällt auch bei <em>Femme</em> die unglaubliche Ausgewogenheit in der Komposition dieses sowohl fruchtig-blumigen als auch ungemein holzigen, leicht ledrigen Duftes auf, den Marcel Rochas ursprünglich als Hochzeitsgeschenk für seine erste Frau Hélène kreieren ließ. Die Leitlinie, die der Mann, der die Frauen so sehr verehrte, seinem Parfümeur Edmond Roudnitska vorgab, lautete: &#8220;Man muss den Duft einer Frau bereits wahrnehmen, bevor man sie erblickt.&#8221; </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 12.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">Die Frau, die man vor sich sieht, wenn man <em>Femme</em> wahrnimmt, ist der Inbegriff von kultivierter Weiblichkeit, die perfekte Symbiose aus Eleganz und Sinnlichkeit. Für Rochas besaßen Frauen unter 30 keinen Stil und keine sinnliche Ausstrahlung, und seine Vorliebe für &#8220;echte Frauen&#8221; spiegelt sich in jedem Akkord des Duftes wider. <em>Femme</em> ist eine Hommage an die Weiblichkeit, ein Parfüm &#8220;voller Kurven&#8221; &#8230; passend zur sinnlichen und extrem femininen Mode von Marcel Rochas, der in seinen Designs die Hüften betonte, den nackten Rücken oder die Schultern in den Blickpunkt rückte oder auch die betont schmale Taille über weit schwingenden Röcken mit üppiger Stofffülle favorisierte. Er war es auch, der bereits vor Diors <em>New Look</em> ein neuartiges Korsett, die <em>guépiére</em>, schuf, die eine Wespentaille und damit die begehrte weibliche Sanduhrfigur formte.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 12.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">Die sinnlich-weibliche Frau spiegelt sich bereits im Flakon wider, für den, wie bereits bei Elsa Schiaparellis &#8220;Shocking&#8221;, die Kurven von Mae West als Inspiration gedient haben sollen. Die ersten Flaschen von <em>Femme</em> wurden in Glasflakons von Lalique abgefüllt und in mit der aus Rochas Kreationen berühmten Chantilly-Spitze umhüllten Etuis ausgeliefert. Da 1944, als der Duft lanciert wurde, jedoch einige Ingredienzien, allen voran Alkohol, rationiert und daher nur schwer erhältlich waren, wurde <em>Femme</em> zunächst nur mit ein paar hundert Flaschen auf den Markt gebracht und allein einer ausgewählten Kundschaft zum Kauf angeboten. </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 12.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">Obwohl <em>Femme</em> als Parfüm der Frau schlechthin präsentiert wurde, kann es beileibe nicht jede Frau tragen. <em>Femme </em>ist kein einfacher Duft, er wurde geschaffen für eine Frau, die sich ihrer Weiblichkeit absolut bewusst ist, diese aber nie frivol und offenherzig zur Schau tragen würde, sondern stets auf Stil bedacht ist. Sie betritt einen Raum und ist, genau wie <em>Femme</em>, unmöglich zu ignorieren – was nicht zuletzt auch an der aggressiven, lauten, tiefroten Note liegt, die mancher in <em>Femme </em>wahrnehmen will, das für unseren modernen Geschmack so ungewohnt, fast fremdartig duftet &#8230; Neben den edlen, kultiviert-gediegenen Burgundernuancen, die zusammen mit tiefem, sinnlichem Rot das Herz von <em>Femme</em> prägen und deren Dominanz nie zu leugnen ist, schwingen jedoch auch immer weibliches Marienblau und harmonisches, absolut ausbalanciertes Smaragdgrün mit in dieser außergewöhnlichen Komposition für die besondere Frau.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">So schlicht und einfach der Name &#8230; und doch lebt in <em>Femme</em> ein ganzer Kosmos, es enthält nichts weniger als die Essenz der Frau – eingefangen in einem Duft. Oder wie Marcel Rochas selbst es ausdrückte: &#8220;Der Geist des Körpers einer Frau ist ihr Parfüm &#8230;&#8221; Womöglich ist dem Parfümeur Edmond Roudnitska für Rochas damit das gelungen, wonach Jean-Baptist Grenouille in Patrick Süsskinds &#8220;Parfüm&#8221; noch mit wahrer Besessenheit gesucht hat: der absolute Duft, der Duft der Frauen.</span></p>
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		<title>Schockieren als Lebensmotto: Elsa Schiaparellis „Shocking Pink“</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 13:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabelle Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass kein anderer Farbton als ein „Shocking Pink“, das berühmte „Schiaparelli-Pink“, das Leben und die Arbeit der Designerin Elsa Schiaparelli besser illustrieren könnte, versteht man schon, wenn man nur einen kurzen Blick auf die Biografie dieser außergewöhnlichen Frau wirft.

Nach dem Ende einer unglücklichen Ehe auf sich allein gestellt, nimmt sie die Zügel ihres Lebens in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">Dass kein anderer Farbton als ein „Shocking Pink“, das berühmte „Schiaparelli-Pink“, das Leben und die Arbeit der Designerin Elsa Schiaparelli besser illustrieren könnte, versteht man schon, wenn man nur einen kurzen Blick auf die Biografie dieser außergewöhnlichen Frau wirft.<span id="more-464"></span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">
<h3><span style="font-family: Helvetica, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, fantasy; font-size: small;"><span style="font-weight: normal; line-height: normal;"><span style="font-family: Helvetica, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, fantasy; font-size: 12px;">Nach dem Ende einer unglücklichen Ehe auf sich allein gestellt, nimmt sie die Zügel ihres Lebens in die Hand und verdient sich ihren Lebensunterhalt selbst, wobei ihre Karriere als Modedesignerin ganz ähnlich verläuft wie die ihrer Konkurrentin Coco Chanel. Wie Chanel erregte „Schiap“ mit Entwürfen, die sie für sich selbst kreiert hatte, Aufsehen. Ein besonderer schwarzer Pullover mit angestricktem Schal begeisterte eine amerikanische Einkäuferin so sehr, dass sie sofort mehrere davon orderte – und der Startschuss für Elsa Schiaparellis Karriere als Designerin war gefallen.</span></span></span></h3>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">Auf dem Höhepunkt ihres Ruhms in den 30er Jahren zählte sie zusammen mit Christian Dior und Jacques Fath zu den einflussreichsten Modeschöpfern in Paris; zu ihren Kundinnen zählten u. a. Marlene Dietrich und Joan Crawford.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">Die Farbe, die sie bei ihren Kreationen am liebsten einsetzte, ist ein knalliges Hot Pink, das damals auch „Shocking Rose“ genannt wurde.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="font: 12.0px Helvetica;">Dieser leuchtende, provokante und immer auch bewusst dreiste Farbton ist dabei nicht</span> zu verwechseln mit einem mystischen Magenta, das durch seinen Violettanteil eine gänzlich andere Wirkung hat als der brillante, sorglose, junge Fuchsiaton, der <span style="font: 12.0px Helvetica;">als „Schiaparelli Pink“ bekannt wurde. </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">Zwar ist es ein aufgehelltes, kühles Rot, aber dennoch schwingt auch bei einem Shocking Pink immer die <span style="font: 12.0px Arial;">kompromisslose, kraftvolle Präsenz von reinem Rot mit, was wunderbar in dem Zitat von Yves Saint Laurent zu Elsa Schiaparellis Lieblingsfarbe zum Ausdruck kommt: </span>„She alone could habe given to a pink the nerve of a red &#8230; a neon pink, an unreal pink!“</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">Genau wie ihre Lieblingsfarbe war Elsa Schiaparelli mutig, dynamisch, und sie glänzte mit neuen, innovativen Ideen. So war sie beispielsweise die Erste, die eine Prêt-à-porter-Boutique in Paris eröffnete. Aber auch in ihren Entwürfen bewies sie Originalität und Einfallsreichtum, wobei sie sich nicht nur bei ihrem extravaganten Hüten von Künstlerfreunden wie Salvador Dalì oder Jean Cocteau inspirieren ließ. Auch ihre für die damalige Zeit neuartigen Wattepolster für die Schultern oder die exaltierten, vom Zirkus inspirierten Drucke auf ihren Stoffen zeugen von ihrer fantasievollen, unangepassten Kreativität.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">Es waren dabei jedoch stets Entwürfe, mit denen die Frau, die sie trug, nicht nur unübersehbar im Mittelpunkt stand, sondern Kleider, in denen diese glamourös, sexy, leicht exaltiert und verführerisch wirkte – stets umweht von der Aura der Femme fatale, die<span style="font: 12.0px Arial;"> mit ihrer Sinnlichkeit spielt, ohne einen einzigen Gedanken an die Konsequenzen zu verschwenden</span> &#8230;</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Arial; min-height: 14.0px;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">Das Parfüm, das ebenfalls den Namen „Shocking“ trägt, wirkt, als sei es speziell für Schiaparelli selbst entworfen worden – oder für die Frau, deren Büste der Legende nach als Vorbild für den außergewöhnlichen und zur damaligen Zeit „shocking“ Flakon diente: Sexsymbol Mae West.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">Auch der Duft selbst ist absolut nichts für schüchterne, zurückhaltende Gemüter, sondern er entspricht der vibrierenden, verführerischen Ausstrahlung eines selbstbewussten Vamps, der um seine Wirkung weiß, diese aber trotzdem nicht zu offensichtlich zur Schau trägt, sondern vielmehr spielerisch und kokett damit umgeht:</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">Ein traditioneller Duftakkord aus Rosen, Gardenien, Jasminblüten und Magnolien liegt auf einem sinnlichen Bett aus holzigen, üppigen Ambra-, Moschus und Zibetnoten. Wie von einem leuchtend pinkfarbenen Band durchzogen, blitzt bei diesem schweren, blumig-orientalischen Duft beständig die prickelnde Leidenschaft von Patchouli auf, gepaart mit der balsamischen Tiefe von Vetiveröl. – Ein Parfüm für eine spektakuläre, sinnliche, originelle und mutige Frau.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">Genauso begehrt wie das Parfüm waren bereits damals schon der Flakon sowie das Etui, in dem der Duft präsentiert wurde. Öffnete man die Box, die komplett in – was sonst – dem berühmten Shocking Pink gehalten war, räkelte sich der Flakon in Form einer nackten Büste auf einem sinnlichen Bett aus ebenfalls frechem, leuchtendem, pinkfarbenem Satin – nur „bekleidet“ mit einem schmalen Band um den Hals und einem verspielten, fantasievollen „Hut“ aus farbenfrohen Blüten.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="font: 12.0px Helvetica;">Perfekt unterstrichen wurde der Charakter dieses Duftes im Übrigen durch die Werbeplakte von </span>Marcel Vértes, die ein fast nacktes Mädchen zeigen, das ein Teufelchen an einem langen Seidenband in Shocking Pink spazieren führt &#8230;</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">Elsa Schiaparellis Lieblingsfarbe, ihr Parfüm und auch ihre Memoiren tragen allesamt den Namen „Shocking“, was das Lebenswerk und -motto dieser außergewöhnlichen Frau genauso treffend beschreibt wie die Farbe, die ihren Namen trägt.</p>
<div><span style="font-family: Helvetica, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, fantasy; font-size: small;"><span style="line-height: normal;"><br />
</span></span></div>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 14.0px; font: 12.0px Helvetica;">
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		<title>Die luftige Weite von Hellblau</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 16:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabelle Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[„Du musst die Wand hier wieder einreißen! Mark, Hellblau!“ Aufgeregt fuchtelte ich mit meinen Armen vor seinem Gesicht herum, doch der Mann schien den Ernst der Lage nicht begriffen zu haben. Auf sein ungläubiges Blinken hin erläuterte ich ihm: „Na, Hellblau ist weit, offen, vor allen Dingen luftig und hell! Und du hast hier eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0.0px 0.0px 15.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">„Du <em>musst </em>die Wand hier wieder einreißen! Mark, <em>Hell</em>blau!“ Aufgeregt fuchtelte ich mit meinen Armen vor seinem Gesicht herum, doch der Mann schien den Ernst der Lage nicht begriffen zu haben. Auf sein ungläubiges Blinken hin erläuterte ich ihm: „Na, Hellblau ist weit, offen, vor allen Dingen luftig und hell! Und du hast hier eine begrenzende Mauer hingebaut, die auch noch das Licht wegnimmt.“ Anklagend deutete ich auf das Objekt des Anstoßes. Maurice, der Vorarbeiter, guckte kurz von seinem Wurstbrötchen hoch und auf meinen ausgestreckten Finger, dann in mein Gesicht und entschied sich spontan, dass genau diese Wand kein guter Platz für seine Frühstückspause sein konnte.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">„Süße, diese Wand &#8230;“, setzte Mark ruhig an.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">„Genau! Diese furchtbare, dunkelmachende, einengende Wand muss weg!“, ich nickte gewichtig.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">„Möglich, aber genau diese Wand ist neben all dem auch eine tragende und daher wichtig.“ Damit nahm er seine Planrolle vom Boden auf und ließ mich mit der wichtigen Mauer allein.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial; min-height: 14.0px;"><span style="letter-spacing: 0.0px;"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">Es ist nicht immer einfach, mit dem Manne der Wahl nicht nur zusammen zu leben, sondern auch noch zusammen zu arbeiten. Jeder hatte mich gewarnt, aber &#8230; das alte Spiel. Dabei hatte ich mir das so schön gedacht: Er als Architekt kümmert sich um das Grundgerüst, ich mich um die Innengestaltung des Ganzen. Schön ist anders &#8230;</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">Ein sehr weiser Comedian hat einmal bemerkt, dass die dauerhaftesten Beziehungen immer noch die sind, bei denen sich die Partner kaum sehen. Taxifahrerehen im Schichtdienst wären seiner Meinung nach die erfolgversprechendste Lösung.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial; min-height: 14.0px;"><span style="letter-spacing: 0.0px;"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">Da ich aber nun nicht umschulen wollte und ohnehin nie einen Preis fürs Autofahren gewinnen werde, ließ ich die gewichtige, da tragende Wand eben, wo sie war, da ein eingestürztes Haus dann im Endeffekt ja auch wenig Leichtigkeit versprühen würde. Also suchte ich nach Alternativen, um dem Interieur die gewünschte hellblaue Qualität zu geben, denn, da war man sich im Vorfeld einig gewesen, die Farbe selbst an den Wänden oder auf breiten Oberflächen kam nicht in Frage, weil man schließlich nicht in einem Eispalast leben wollte.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial; min-height: 14.0px;"><span style="letter-spacing: 0.0px;"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">Bei „blauen“ Raumgestaltungen spielt vor allem die Weite und schlichte Klarheit, die Blau kennzeichnen, eine wesentliche Rolle. So entsprechen einem reinen Blau bereits weite, großzügig geschnittene Räume, die entweder nur spärlich möbliert sind, um den Eindruck von Weite zu erhalten, oder aber bewusst mit kleinen Einrichtungsgegenständen ausgestattet sind, um den Raum ebenfalls weiter wirken zu lassen. Genauso sollten Räume, die die Qualität von Blau ausstrahlen sollen, sehr symmetrisch eingerichtet sein mit wenigen ausgewählten Accessoires, um das Auge und damit den Bewohner zur Ruhe kommen zu lassen, ohne ihn durch eine Vielzahl an Gegenständen oder eine unharmonische Raumaufteilung abzulenken.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">Allen „blauen“ Räumen eigen ist eine gewisse Indifferenz: Speziell &#8220;hellblaue&#8221; Interieurs nun sind grundlegend offen, luftig und lichtdurchflutet mit schlichtem, schwerelos wirkendem Mobiliar.</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial; min-height: 14.0px;"><span style="letter-spacing: 0.0px;"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial;"><span style="letter-spacing: 0.0px;">Ich war gerade dabei, mir über die Raumaufteilung Gedanken zu machen, als der Mann aller Männer mit einem strahlenden Lächeln ums Eck kam, um mir zu verkünden, dass er unseren Kunden für dieses Haus den schweren, barocken Sessel aus dunklem Holz geschenkt hatte, den ich schon immer versucht hatte, unauffällig loszuwerden. Ich denke ernsthaft über eine Umschulung auf Taxiunternehmen nach &#8230;</span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 12.0px Arial; min-height: 14.0px;"><span style="letter-spacing: 0.0px;"> </span></p>
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		<title>Grundkurs Farbsprache</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 15:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabelle Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Da diese Seite sich die Decodierung der Farbsprache auf ihre Fahnen geschrieben hat, das Ganze aber auch noch Spaß machen sollte, haben wir uns einen Sprachkurs ausgedacht, der regelmäßig erweitert werden wird. Beginnen werden wir ganz entspannt mit den &#8220;Vokabeln&#8221; (Farbtöne), und hier mit dem &#8220;Grundwortschatz&#8221; (Grund- und deren Mischfarben). Denn Farben lesen kann man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da diese Seite sich die Decodierung der Farbsprache auf ihre Fahnen geschrieben hat, das Ganze aber auch noch Spaß machen sollte, haben wir uns einen <strong>Sprachkurs</strong> ausgedacht, der <strong>regelmäßig erweitert</strong> werden wird. Beginnen werden wir ganz entspannt mit den &#8220;Vokabeln&#8221; (Farbtöne), und hier mit dem &#8220;Grundwortschatz&#8221; (Grund- und deren Mischfarben). Denn Farben lesen kann man lernen &#8230;</p>
<p>Falls Sie einen Teil des Sprachkurses einmal verpassen sollten, finden Sie ihn in unserem Archiv. Viel Spaß mit unserem Übersetzungsmodul für das Phänomen Farbe, wir starten mit den Grundfarben Rot, Grün und Blau &#8230;</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica;"><span style="font-family: Helvetica, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, -webkit-fantasy;"><span style="font-size: x-small;"><span style="font-family: Helvetica, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, fantasy; font-size: small;"><span><br />
</span></span></span></span></p>
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