Frequency Paintings

Frequency Paintings

Verwunderung, Faszination, Ergriffenheit − das sind die Begriffe, die am häufigsten genannt werden, wenn Ausstellungsbesucher vor den „Frequency Paintings“ von Sylvie Lii stehen: leuchtende Farbfelder, durch deren Interaktion dynamisch pulsierende Farbräume entstehen, die ein wahres Fest der Farben feiern, das Raumklima unmittelbar verändern, aber auch starke Emotionen beim Betrachter wecken.

Doch das ist nur der erste Schritt, denn die Farbfolgen dringen weiter vor und aktivieren tief sitzende Prozesse − was gerade an der Reduktion der Gemälde auf die Kraft der Farben liegt, die sinnlich erfahrbar und damit jedem intuitiv zugänglich sind.

Wir haben es hier mit einer gänzlich neuen Art der Malerei zu tun, die die Bedeutung der Farben, die mittlerweile anerkannte Farb-KRAFT betont und Farbe nicht mehr nur als bloßes Pigment versteht, sondern sie als das begreift, was sie tatsächlich ist: gefrorenes Licht, sichtbar gewordene, in die Materie geholte pure Energie.

Damit genau diese reine Schwingung auch erfahrbar und sichtbar wird, hat Sylvie Lii über viele Jahre hinweg eine völlig neue Art der Anmischung und des Auftrags der Ölfarben entwickelt, durch die erst die schimmernde Mehrdimensionalität ihrer Farbschichten möglich ist, die allein für die ungewöhnliche Strahlkraft und Farbbrillianz der Bilder (die sogar im Dämmerlicht leuchten) verantwortlich ist. Die Auflagen aus echtem Blattgold und wertvollem reinem Silber tragen dann noch das Ihre dazu bei, dass die Leuchtkraft und fühlbare Vibration der Bilder zusätzlich gesteigert wird.

Dies ist eine Kunst, die direkt erfahren werden muss und die nicht reproduzierbar ist − die jedoch ihr volles Kraftpotenzial ausschöpfen kann, wenn man unmittelbar vor ihr steht und sich auf diese pulsenden Farbharmonien einlässt.

Die Arbeit mit Farben zählt nicht umsonst zu den ältesten Therapieformen der Welt, doch hier erfährt sie eine einzigartige, in dieser Strahlkraft noch nicht dagewesene und bedeutsame Variation, wenn die einzelnen Farbflächen gemeinsam ein Kraftfeld erschaffen, das sowohl die Atmoshäre eines Raumes als auch den Betrachter fast augenblicklich verändert.

Dabei geht es allerdings weniger um die Wechselwirkung der Farben untereinander, als vielmehr um die aus den Einzelfarben kreierte Gesamtkomposition mit ihrer neuen Eigenschwingung. Es geht um die verfeinerte, sublimierte Wirkung von Farbe, die auf allen Ebenen erfahrbar ist. Diese harmonische, kraftvolle Ausstrahlung sowie die sinnliche Intensität der Bilder haben das Potenzial, die Schwingung eines Raumes grundlegend zum Positiven hin zu verändern, ohne jemals aufdringlich zu wirken.

Die Bilder umfangen den Menschen, der vor ihnen steht oder sich sogar nur im selben Raum aufhält, es entsteht eine Wechselbeziehung, ein (meist unbewusster) lebendiger Dialog zwischen Gemälde und Betrachter, den manche als entspannend, andere dagegen als spannungsgeladen empfinden. Doch sowohl die meditative und harmonische als auch die aufwühlende, innere Prozesse aktivierende Wirkung löst in beiden Fällen eine unterstützende Energie im Betrachter aus, die im letzten Fall durch die entgrenzende Wirkung der pulsierenden Farbfelder von sich aus den Weg zu den innersten Punkten im Menschen findet, die angesehen werden wollen. Damit lösen die Bilder einmal durch den Impuls der Farbe das Problem aus, bieten aber gleichzeitig auch die Lösung dafür an und fangen wieder sanft auf.

Allein durch die Konfrontation mit den Farbsymmetrien, allein durch die Kontemplation über ein solches Gemälde konnten schon oft tief sitzende Prozesse aus- und aufgelöst werden, die den Betrachter zu bislang vernachlässigten Aspekten seines Wesens geführt haben: Personen mit psychischen Störungen konnten nach der Beschäftigung mit den Bildern endlich ihr Kernproblem benennen, es akzeptieren und schließlich sogar auflösen; Geschäftsverhandlungen in Räumen, in denen ein speziell hierfür ausgewähltes Frequency Painting hing, verliefen deutlich entspannter und erfolgreicher, da die unterstützende Atmosphäre den Geschprächsverlauf positiv beeinflusste; Therapeuten und Menschen in anderen Heilberufen schätzen die energetisierende Wirkung der Bilder, die ein Raumklima schaffen, in dem der Behandelnde weder ermüdet noch ausgelaugt, sondern vielmehr in seiner Arbeit unterstützt wird.

Daneben haben die Bilder auch auf den Patienten einen ausgleichenden Effekt, denn neben ihrer balancierenden Wirkung tragen sie auch eine sehr aktivierende Schwingung in sich, die den Betrachter dazu anregt, sich mit den einzelnen Themen dieser Farbharmonien, die allesamt archaische Grundmuster oder existenzielle menschliche Entwicklungsstadien abbilden, und mit seiner Resonanz darauf auseinanderzusetzen.

Wir betrachten mit den inspirierenden Gemälden von Sylvie Lii eine auf die Essenz reduzierte Malerei, die von jeder erzählerischen oder figürlichen Darstellung befreit ist, die aber gerade durch diese Reduktion die Aussage der Bilder zum einen klarer, unverfälschter und kraftvoller hervortreten lässt. Zum anderen ist sie aufgrund dieser „komplexen Einfachheit“ ungemein vielschichtig und facettenreich in ihrer Wirkung und in ihren Interpretationsmöglichkeiten. Überhaupt wird man sich an diesen Gemälden niemals sattsehen, da sich immer wieder andere Kombinationen erschließen und so beständig Neues entdeckt werden kann.

Im Mittelpunkt steht die Ausdruckskraft der Farben und ihrer Kombinationen, die stets eine inhärente, ihnen innewohnende Harmonie ausstrahlen. Man hat fast das Gefühl, als atmeten die Bilder, die ein eigenes Wesen zu besitzen scheinen.

Während der Beschäftigung mit den Frequency Paintings wird der Betrachter regelrecht holistisch mit Farbe aufgeladen; die Gemälde wirken wie eine Wohlfühloase. Man fühlt sich geborgen, angenommen sowie verstanden und findet darüber hinaus zu Stabilität sowie zu seiner inneren Mitte, aus der heraus man dann wieder selbstbestimmt agieren kann. Damit lösen die Farbkombinationen von Sylvie Lii zunächst etwas in uns aus, dann lösen sie etwas auf und schließlich lösen sie etwas ein − mehr kann Kunst nicht leisten.

Über die Künstlerin

Sylvie Lii. Studium an der Kunstakademie München. Ausbildung zur Physiotherapeutin. Shiatsu-Studium in Japan. Seit 1987 intensive Beschäftigung mit Farbtheorie und Farbfrequenzen. Lehrerexamen in Farbtherapie. Ausbildung zur Lichttherapie-Trainerin in den USA. Entwicklung einer u.a. auf den eigenen farbtheoretischen Ansätzen basierenden Körpertherapie. Entwicklung der Kunstform des Frequency Painting, die Farbfrequenzen als Ordnungs- und Motivationssystem entschlüsselt und künstlerisch gestaltet. Seit 1999 Arbeit als Dozentin für Farb- und Körpertherapie mit eigener Praxis und Atelier am Bodensee und in der Schweiz. Seit 2003 verstärkte Tätigkeit als freie Künstlerin mit Aufträgen aus dem In- und Ausland. Entwicklung der Bilder-Serie threefrequencies, die individuelle Farbsympathien zu archetypischen, tryptichonartig organisierten Farbimpulsreihen verdichtet. Europaweite Einladungen zu Ausstellungen.

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